2010-2015

Parallelwelten des Bewußtseins

Träume und Wachheit teilen sich in ein flirrendes Geländer. Das Motiv verliert seine eindeutige Zuordnung; es dient nicht der Abbilderklärung, sondern dem Auffächern von Innenlandschaften, in denen Sinn und Sinnlichkeit ineinander gleiten.
Gegenstände ordnen sich einer Logik zu, die niemanden zwingt, sie zu verstehen. Stattdessen fordert sie den Betrachter heraus, sich auf einen Dialog einzulassen, in dem Bedeutung sich verschiebt, sobald man hinsieht. Spiegel fungieren als Tore, die nicht die Oberfläche, sondern das Innenleben reflektieren: Da erscheinen Erinnerungen als Landschaften, der Blick wird zum Akt des Entdeckens, und jedes Detail lädt zu einer neuen Deutung ein.
Am Ende bleibt die Parallele bewusstloser Räume eine Einladung, den eigenen Bewusstseinsfluss zu beobachten. Jeder Blick wird zu einer Reise in unerforschte Gebiete des Seins, in denen Sinn nicht fixiert wird, sondern wächst, sich verwandelt und weiterzieht.